Was sind Faszien?

Wir möchten dir erklären, was Faszien sind und wie du dich mit Faszientraining sprichwörtlich gesund rollst.

Stärker als Stahl

Faszination Faszien – wie du Schmerzen, Stress und Alltagsprobleme wegrollst. Mit Faszientraining und der richtigen Anleitung jeden Tag entspannter werden!

Wenn du dich schon einmal mit der Anatomie des Körpers beschäftigt hast und in etwa weißt, wie unser komplexes Bewegungssystem funktioniert, bist du bestimmt auch schon einmal auf den Begriff Faszien oder gar Faszientraining gestoßen. Faszien können als eine Art riesiges Netz verstanden werden, das unseren Körper zusammenhält und ihn in verschiedenen Zellen organisiert. Während sich dieses Netzwerk durch unseren gesamten Körper spannt, ist es Teil von Muskulatur, Knochen, Bändern und Co. und verbindet diese miteinander. Wir bezeichnen dieses Fasziensystem auch gerne als Bindegewebe.

Es benötigt nicht viel Fantasie, um sich die Faszien und ihre Wichtigkeit vorzustellen. Wie bei einem Teig, lässt sich das Bindegewebe kneten, es wird dabei warm und flexibel. Die Flexibilität erlaubt dir im Fall deiner Faszien oder deines Bindegewebes mehr Bewegungsspielraum. Anders als der Teig besteht unser Gewebe aber hauptsächlich aus Kollagen.

Stärker als Stahl, das Fasziensystem

Dieses Kollagen ist zwar sehr leicht, proportional betrachtet ist es allerdings stärker als ein Kabel aus Stahl. Als flexible und allgegenwärtige Proteinkette hat Kollagen viele Funktionen, während es dauerhaft im Körper kursiert: Kollagen Protein widersteht den Spannungen, denen du täglich ausgesetzt bist und ist dabei Teil von Haut, Sehnen, Bändern sowie Muskelzellen.

Wir haben also dieses stabiles Kabelsystem aus Kollagen, das unserem Körper hilft die Dinge zu kompensieren, welchen er täglich ausgesetzt wird: Bewegungsmuster, Training, (schlechte) Haltung, Ernährung, Hydration und Lifestyle Faktoren (Stress, schlechter Schlaf, etc.).

Faszien erzählen unsere Lebensgeschichte

Unsere Faszien können diesen Alltagsstress zwar regeln, aber sie vergessen nicht. Dabei entstehen Verklebungen bzw. Verknotungen. Diese „Kabel“ funktionieren nach wie vor, auch wenn sich der „Teig“ etwas zäher bewegen lässt, dabei entstehen allerdings immer größere Bewegungseinschränkungen und – Verspannungen.

Und weil niemand verspannt leben möchte und ein Faszientraining gleichzeitig den Flüssigkeitsaustausch und somit den Abtransport von Stoffwechselprodukten anregt, empfehlen wir jedem unserer Mitglieder ein ausgiebiges Faszientraining.

Das Faszientraining

Weil Faszien auf Druck reagieren, hilft das Rollen auf einer Faszienrolle wie dem bekanntesten Vertreter, der Blackroll. Durch gezieltes Rollen lassen sich diese Verspannungen und Verknotungen lösen und das Gewebe kehrt zu seiner normalen Form zurück: es ist elastisch, gesund und bereit, korrekt zu funktionieren.

Faszientraining ist fast überall möglich - Nutrain

Ist der Schmerz normal?

Bei der Arbeit mit Blackroll oder TriggerBall kommt es an bestimmten Stellen (zum Beispiel dem Iliotibial Band) zu Unwohlsamkeit oder Schmerzempfinden. Ähnlich dem Schmerz bei Dehnübungen solltest du Druck verspüren, der sich unkomfortabel, aber nicht unterträglich anfühlen sollte. Die bearbeitete Stelle sollte sich im Anschluss zudem entspannt und besser anfühlen!

Erst rollen, dann dehnen / trainieren

In unseren Programmen setzen wir das Faszientraining stets vor die eigentliche körperliche Belastung. Warum? Stell dir das angesprochene Seil vor: Würdest du es in die Länge ziehen, wenn ein Knoten in der Mitte ist? Genauso wenig würdest du mit diesem Wissen deine Muskulatur mitsamt der Faszien in die Länge ziehen (kontrahieren lassen, dehnen, etc.) bevor du ihre Verspannungen und Knoten gelöst hast. Genau diese rollst du vor dem Training weg. Dann kann es losgehen.

Hilft Faszientraining bei Cellulite?

Bei Cellulite ist häufig von einem schwache Bindegewebe die Rede und dass sie erblich bedingt sei, also entweder man hat sie oder eben nicht. Das stimmt teilweise, allerdings hast du auch gerade viel über dein Bindegewebe gelernt und wie du es stärken kannst. So liegt der Trugschluss auf der Hand, dass man mit regelmäßigem Faszientraining nicht nur innerlich viel Gutes tun, sondern auch das äußere Hautbild positiv beeinflussen kann. Forscher sprechen aktuell von optischen Veränderungen ab ca. 200 Trainingstagen. Aber weil du mit einer Blackroll den Stress wegrollst und deinen Körper täglich fit für neue Herausforderungen machst, ist dieser Nebeneffekt doch ein schöner Bonus.

Mit Faszientraining lässt sich effektiv gegen Cellulite ankämpfen

Was kommt nach dem Rollen?

Es kann sein, dass du dich am nächsten Tag vom Rollen müde fühlst, so als hättest du deine Muskeln trainiert. Das ist gerade zu Beginn ein möglicher Effekt, wichtig ist nur, dass du deinen Körper nicht weiter pusht, sondern behutsam einen Tag später wieder mit dem Faszientraining beginnst.

Dann beginnt der Kreislauf von vorn. Dein Alltag stresst dich, vielleicht sitzt du nicht optimal, dann trainierst du, doch mit dem richtigen Faszientraining kannst du diesen Belastungen positiv entgegenwirken.

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